Glossar · KI & Automatisierung

Large Language Model (LLM)

Auch: LLM, Großes Sprachmodell, Sprachmodell

Wie ein LLM funktioniert

Ein LLM berechnet, welches Wort beziehungsweise welcher Wortteil in einem gegebenen Zusammenhang am wahrscheinlichsten folgt. Durch das Training auf großen Mengen an Texten erlernt es dabei Grammatik, Fachwissen und Zusammenhänge. Es „weiß“ jedoch nichts im menschlichen Sinn und hat ohne zusätzliche Anbindung keinen Zugriff auf aktuelle oder unternehmensinterne Informationen.

Stärken und Grenzen

Gut geeignet Weniger geeignet
Texte zusammenfassen, übersetzen, umformulieren Exakte Berechnungen ohne Hilfsmittel
Entwürfe für E-Mails, Angebote, Dokumentation Verbindliche Fakten ohne Quellenprüfung
Unstrukturierte Informationen ordnen Aktuelles Wissen ohne Internet- oder Datenanbindung
Fragen zu bereitgestellten Dokumenten beantworten Entscheidungen mit Haftungsfolgen ohne menschliche Prüfung

Fazit der Tabelle: LLMs sind stark im Umgang mit Sprache und Struktur, brauchen aber für verlässliche Fakten eine Datenanbindung und menschliche Kontrolle.

Bedeutung für den Mittelstand

Für Industrieunternehmen ist weniger die Wahl des „besten“ Modells entscheidend als die Frage, wie es eingesetzt wird: über welches Werkzeug, mit welchen Daten, unter welchen Datenschutzbedingungen und für welche konkreten Aufgaben.

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